Die geheimnisvolle Ausstrahlung eines Pfeifenrauchers

Das Rauchen einer Pfeife hat seit jeher eine besondere Ausstrahlung, eine Anziehungskraft, eine Mystik, die so recht eigentlich nicht erklärbar ist, sondern mehr einem Gefühl entspringt, das sich am ehesten als eine gewisse Art von Faszination beschreiben lässt.

Das Pfeifenrauchen lässt sich keinesfalls mit dem Konsumieren einer Zigarre oder gar einer einfachen Zigarette vergleichen. Zumindest habe ich noch niemanden gesehen, der einen Raucher beim Anstecken eines Glimmstängels fasziniert und neugierig beobachtet hätte. Anders allerdings beim Stopfen und Entzünden einer Tabakpfeife. Diese Handlung zieht oft große Aufmerksamkeit und einige interessierte Blicke auf sich. Womit das zusammenhängt?

Vielleicht liegt es an der Assoziation von Charaktereigenschaften, die man mit Menschen, die Pfeife rauchen, verbindet. In sich ruhende, bedachte Menschen tun sich vor unserem inneren Auge auf, vor allem aber Menschen, die es verstehen, zu genießen, die das Leben leben und eine innere Mitte gefunden zu haben scheinen, von der andere nur träumen können. Im Moment des Genusses lassen sich Pfeifenraucher nicht vom Elend und Chaos der Welt tangieren. Sie suggerieren vielmehr einen Pol der Ruhe, einen Hafen mitten im Treiben der Welt um sie herum.

Nicht zu vergessen der Geruch des Tabaks, der die genussvollen Raucher in eine Wolke hüllt durch die sie olfaktorisch zu ihrer Außenwelt abgegrenzt wirken und die den um sie bestehenden Schein des Geheimnisvollen noch verstärkt.